Dieser französische Arbeitgeberverband aus der Metall- und Metallverarbeitungsbranche mit 50 Mitarbeitern hat sich Ende 2025 dazu entschlossen, seine lokale Infrastruktur in die Azure-Cloud zu migrieren. Das Ziel: Umzug von zehn Linux- und Windows-Servern (Debian 8/11, Ubuntu 24.04, Windows Server 2019), auf denen die Webportale und das CMS, die Dokumentengenerierung, die PostgreSQL-Datenbank sowie die gemeinsam genutzten Anwendungsdienste gehostet werden. Die Migration, die mit Azure Migrate durchgeführt und in der Region „Frankreich-Zentral“ gehostet wurde, erstreckte sich vom Kick-off am 8. Dezember 2025 bis zur vollständigen Stilllegung der On-Premise-Umgebung Ende März 2026.
Der Kunde
Dieser Kunde ist ein französischer Arbeitgeberverband, der Unternehmen aus der Metallindustrie und der Metallverarbeitung vertritt. Sein Informationssystem wurde bisher in der Umgebung gehostet VMware Die On-Premise-Lösung von Cloud Temple, geschützt durch einen Firewall-Cluster, mit einer in Zonen unterteilten Architektur (Produktion, Vorproduktion, DMZ).
Hintergrund und Herausforderungen
Der Kunde hat Cloud Temple beauftragt, sein gesamtes IT-System auf Microsoft Azure zu migrieren. Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen: Eine erste Phase, in der Rehost (Lift & Shift) um bestehende Anwendungen schnell zu sichern und zu stabilisieren, ohne eine technische Neugestaltung vornehmen zu müssen, gefolgt von einem Modernisierungsprozess (Refactoring hin zu PaaS-Datenbanken, Containerisierung/Mikroservices).
Der Umfang des Rehostings umfasste zehn Server, die sich auf die Produktions- und Vorproduktionsumgebungen der Anwendungsportale des Kunden verteilten: sieben Linux-Server, auf denen Webportale/CMS, ein Dienst zur Dokumentengenerierung, eine PostgreSQL-Datenbank und gemeinsam genutzte Anwendungsdienste gehostet wurden, sowie drei Windows Server.
Die Cloud-Temple-Lösung
Methodischer Ansatz
Das Projekt folgte einem strukturierten Ansatz, der sich an den Best Practices des Cloud Adoption Framework (CAF) orientierte:
- Beurteilen — Bereitstellung einer Appliance Azure Migrate direkt in die VMware-Quellumgebung sowie Durchführung einer umfassenden Bestandsaufnahme der zehn Quellserver (Betriebssystem, Dimensionierung, Anwendungsabhängigkeiten).
- Migrieren — Kontinuierliche Replikation der On-Premise-Workloads nach Azure, anschließend Starttest der replizierten VMs (Trockenlauf) und schrittweiser Umstieg in Chargen (zuerst Nicht-Produktion, dann Produktion), um das Risiko für kritische Portale zu minimieren.
- Sicher — Absicherung des Web-Einstiegspunkts durch ein Application Gateway in Verbindung mit einer WAF, die in der bisherigen On-Premise-Architektur nicht vorhanden war.
- Bedienen — Vergabe von Administratorrechten über Azure Lighthouse, wobei das Modell auf einer gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und Cloud Temple basiert.
- Stilllegung — Stilllegung der entsprechenden On-Premise-Infrastruktur Ende März 2026 nach erfolgreicher Validierung der Umstellung auf den Produktivbetrieb.
Projektablauf
Das Projekt wurde in knapp vier Monaten durchgeführt, vom Kick-off bis zur Stilllegung vor Ort:

Von der lokalen Infrastruktur zur Azure-Architektur
Das folgende Schema veranschaulicht die durchgeführte Umstellung: Die Produktions- und Nicht-Produktionsserver, die in der Umgebung gehostet werden VMware Die On-Premise-Umgebung von Cloud Temple wurde über Azure Migrate auf Azure umgestellt und landete in einer Azure-Landing-Zone, die durch ein Application Gateway in Verbindung mit einer WAF gesichert ist.

Migration in der Azure-Region abgeschlossen Zentralfrankreich, ohne Wechsel der Betriebssystemversion (identische Migration), wobei die Anwendungskompatibilität der bestehenden Portale gewahrt bleibt.
Azure-Landing-Zone, erstellt mit „Infrastructure as Code“
Die Ziel-Azure-Umgebung wurde nicht manuell konfiguriert: Sie wurde erstellt durch Terraform, bereitgestellt über ein CI/CD-Pipeline, basierend auf einer Architektur Hub-and-Spoke-Modell. Die Benennung der Ressourcen und die Gliederung in Abonnements, die Netzwerk, Verwaltung und Anwendungen voneinander trennen, folgen den Konventionen des Cloud Adoption Framework (CAF). Die Cloud Temple zugewiesenen Azure Lighthouse-Verwaltungsrechte sind ihrerseits in Terraform versioniert.
Die Ergebnisse
- „Lift & Shift“-Migration von 10 Servern (Linux und Windows) ohne Wechsel der Betriebssystemversion unter Wahrung der Anwendungskompatibilität der bestehenden Portale
- Sicherung des Web-Einstiegspunkts durch die Einrichtung eines Application Gateway + WAF, das in der bisherigen On-Premise-Architektur fehlte
- Die Umstellung wird durch die systematische Validierung eines Testlaufs ohne Datenübertragung vor dem Cutover sowie durch die schrittweise Durchführung in der Testumgebung und anschließend in der Produktionsumgebung gesteuert, um das Geschäftsrisiko zu minimieren
- Vollständige Stilllegung der entsprechenden On-Premise-Infrastruktur Ende März 2026
- Gemeinsame Azure-Verwaltung durch den Kunden und Cloud Temple über Azure Lighthouse
Warum Cloud Temple?
Dieses Projekt verdeutlicht die Fähigkeit von Cloud Temple, einen Kunden mit einer Private-Cloud-Lösung bei einer „Lift-and-Shift“-Migration seiner Linux- und Windows-Umgebung auf Microsoft Azure zu unterstützen – und zwar mithilfe einer Methodik, die eine schrittweise und sichere Umstellung gewährleistet. Dies stellt den ersten Schritt eines umfassenderen Modernisierungsprozesses hin zu PaaS und containerbasierten Architekturen dar.